Projekt AMAL Hilfe für syrischer Flüchtlingsfrauen im Libanon

Regenbogen Projekt AMAL

Café Palestine Colonia lädt ein

am Sonntag, den 21. Mai 2017

12.00-15-00 Uhr

Im Allerweltshaus, Körnerstraße 77, 50823 Köln

zu einem Reisebericht über den

 Besuch bei den syrischen Flüchtlingen im libanesischen

Projekt AMAL

Bei dem Benefizkonzert am 18.12.2016 haben wir 1250€ Spenden zugunsten syrischer Flüchtlingsfrauen im Libanon sammeln können.

Suraya Hoffmann und Gabriele Fürstenberg sind in den Libanon gereist und dort Hygieneartikel für syrische Flüchtlingsfrauen verteilt.

Die beiden Frauen werden von ihrer Reise zu den Flüchtlingscamps berichten und erzählen, wie sie das gespendete Geld verwendet haben.

Palästinensische und deutsche Spezialitäten werden gereicht. Ein Büchertisch und Kunsthandwerk, werden ausgestellt. Neue Stickereien sind angekommen!

Eintritt frei Spenden sind willkommen.

Das Café Palestine Colonia freut sich auf Ihren Besuch.

Zu Besuch im libanesischen Flüchtlingscamp Sigal.

Die Dekoration im Café Palestine Colonia war weihnachtlich gewesen, mit Tannengrün und Kerzen, als wir uns am 18. Dezember 2016 zum Benefizkonzert mit Brunch Buffet getroffen hatten. Immerhin 1.250 € waren damals als Spenden für syrische Flüchtlingsfrauen im Libanon zusammengekommen. In unserem Veranstaltungsrückblick auf den 18.12.2016 auf unserer Website schrieben wir damals:

„Von dem Erlös aus der Veranstaltung sollen Hygieneartikel für Mädchen und Frauen gekauft werden, die aus dem kriegsüberwältigten Syrien in den Libanon geflohen sind. Dort leben inzwischen mehr als eine Million syrischer Flüchtlinge, die seit 2011 ins Land gekommen sind. Zusammen mit den bereits im Libanon ansässigen palästinensischen Flüchtlingen – in 2015 waren das inzwischen 450.000 geworden, die seit der Nakba in 1948, der Vertreibung aus Palästina durch die Israelis, im Land Zuflucht gefunden haben –  macht das knapp 30 Prozent der Gesamtbevölkerung des Libanon aus! In Bezug zur Bevölkerungsgröße (ca 5 Mio. Einwohner) ist das die weltweit höchste Zahl an Flüchtlingen in einem Land.

Anders als die Palästinenser, die in der Mehrzahl in völlig überfüllten Lagern leben, sind die syrischen Flüchtlinge über das ganze Land verteilt, wo sie entweder in sehr kleinen und extrem einfachen Unterkünften untergebracht sind, oder in improvisierten Zeltlagern, in primitiven Verschlägen oder in anderen Unterkünften leben, die noch nicht einmal Mindeststandards erfüllen, wie zum Beispiel Garagen oder Bauruinen.

Für weibliche Flüchtlinge ist die Situation besonders schwer, zumal, wenn sie alleine – und das sind etwa 20% –  für ihre Familien sorgen müssen. Sie werden häufig bedroht oder sexuell belästigt, sowohl bei der Arbeit als auch auf der Straße. Frauen, denen es gelungen ist, einen Job zu ergattern, werden häufig von ihren Arbeitgebern ausgebeutet und müssen sich in diesem Klima der Diskriminierung oft mit extrem schlechter Bezahlung zufriedengeben. Deshalb möchte das Café Palestine Colonia angesichts der wachsenden Not der Flüchtlinge im Libanon besonders die Frauen dort unterstützen

Nun, mittlerweile April geworden, saßen Suraya und ich mit 1.250 € in der Tasche im Taxi und fuhren die 60 km vom frühlingswarmen Beirut nach Osten in die noch winterlich karge Beqa‘-Ebene Richtung Stura Auf den Gipfeln des Anti-Libanon – dem Gebirgszug, der sich in Nord-Süd-Richtung zwischen Libanon und Syrien entlang zieht –  lag noch Schnee und es leuchtete auch kein Regenbogen über dem Flüchtlingscamp Siqal  bei Tanayil, wie auf einem der Fotos, die uns Farah Abou Assali von der NGO Syrian Women’s League später aus ihrem Fundus zur Verfügung stellte, sondern es war einfach ein kühler, verhangener Tag, als wir uns den weißgrauen Zelten mit dem Logo der Flüchtlingsagentur der Vereinten Nationen, UNHCR, näherten.20170327_163927

Die festen Planen über den Bretterverschlägen waren erst im vergangenen, sehr kalten Winter durch die Initiative und Spenden der Syrian Women‘s League angebracht worden, es waren außerdem überall in ihnen Öfen aufgestellt und die Wege zwischen den Zelten planiert und mit Kies aufgeschüttet worden. Zuvor war alles noch sehr viel provisorischer gewesen –  fatal insbesondere in den regenreichen Wintermonaten. Camp im Regen

Für die vielen Kinder im Camp gibt es weder Kindergarten noch Spielplatz, allerdings eine Fördervorschule im Nachbarort. Für den anschließenden Besuch einer staatlichen libanesischen Schule ist dann jedoch in der Regel kein Schulgeld  oder Geld für Uniform und Lernmaterial da, d.h., die Jugendlichen werden auf Arbeitssuche geschickt. Auch für die libanesische Bevölkerung ist das eine schwierige Situation, denn alle konkurrieren um eine letztlich begrenzte Anzahl an Arbeitsplätzen.20170327_164544 Auch wenn diejenigen der Flüchtlinge, die irgendwo eine feste Behausung gefunden haben, sehnsuchtsvoll immer wieder zu Besuch zurückkommen, weil ihnen der Zusammenhalt fehlt, sind sich alle einig, erzählt uns ’Umm Hassan:Sowie der Krieg in Syrien vorbei ist, kehren wir wieder in unsere Heimat zurück!

Auch wir werden demnächst nach Libanon zu den syrischen Flüchtlingen zurückkehren Wir sollen dem Leid der syrischen Bevölkerung nicht länger zusehen. Deshalb möchten wir mit dieser Action ein Zeichen der Hoffnung setzen und bitten um Spenden.

Am 21.Mai 2017 werden wir im Café Palestine Colonia über das Projekt AMAL berichten.Wenn Sie nicht zu der Veranstaltung kommen können, aber dennoch das Projekt AMAL unterstützen möchten, dann kommt ihre Spende an:

SPENDENKONTO:

Ludwiga Hoffmann

Kreissparkasse Köln: DE 29 3705 0299 1172006465

Stichwort: AMAL

Im April 2017 Suraya Hoffmann und Gabriele Fürstenberg

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